Frank Stauss

Frank Stauss Höllenritt Wahlkampf Reloaded 2017
Frank Stauss ist ein deutscher Werbetexter, Politikberater und Autor. Ex-Berater von Schröder und Steinmeier Wahlkampfprofi – Frank Stauss erwartet das Duell Merz gegen Scholz. Die Ära der Angela Merkel neigt sich dem Ende. Politologe, Studium in Heidelberg, Washington und Berlin, Fulbright Stipendiat, Geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Richel, Stauss und Wahlkampf-. Frank Stauss (* Februar in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Werbetexter, Politikberater und Autor. Inhaltsverzeichnis. 1 Ausbildung; 2. Frank Stauss war am in der PHOENIX Runde und da wir alles gut vorbereiten, hat er sich ein paar Notizen gemacht. Alles bringt man natürlich in so einem. Frank Stauss In unserem Themenverzeichnis finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema Frank Stauss. Die Artikel sind chronologisch sortiert und. Frank Stauss hat in den vergangenen 25 Jahren mehr als 30 Wahlkämpfe im In- und Ausland geführt. Mit seiner Agentur Richel, Stauss betreute er unter.

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In Spanien benannte sich eine ganze Partei gleich danach: Podemos. Sie war zwingend, nicht spontan. Kann Scholz aber überhaupt Kanzler werden?
Frank Stauss Inhaltsverzeichnis Video
CDU im freien Fall - Wahlkampfexperte Stauss über die derzeitige SchieflageStrauss's first horn concerto was premiered, with the composer playing the horn part, in and he remained greatly in demand as a soloist.
Strauss's musical preferences were strongly classical ; he loved the music of Mozart above all other, and also particularly admired Haydn and Beethoven.
Despite his personal distaste for Wagner, both as a man and a musician, Strauss's strict professionalism drove him to devote all his technical mastery to the important horn solos in Wagner's operas.
Wagner said, "Strauss is a detestable fellow but when he blows his horn one cannot sulk with him. In Strauss was elected conductor of the amateur orchestra, the "Wilde Gung'l", a post he held for 21 years.
Strauss retired from the opera orchestra in , though he continued his conducting and taught for some years thereafter.
He died in Munich at the age of From Wikipedia, the free encyclopedia. Not to be confused with Franz Josef Strauss.
German composer and musician. Parkstein , Kingdom of Bavaria , German Confederation. Munich , German Empire. Bernhard Brüchle. Classical music portal.
Categories : births deaths 19th-century classical composers 19th-century German composers 19th-century male musicians German classical composers German classical horn players German male classical composers German Romantic composers 20th-century male musicians.
Namespaces Article Talk. Views Read Edit View history. Und wer kommt von den Grünen dazu? Robert Habeck? Annalena Baerbock?
Oder beide im Doppelpack? Das hängt von der Ausgangslage ab. Wenn die Grünen eine realistische Chance auf das Kanzleramt haben, werden sich die Wähler und Wählerinnen mit einer Doppelspitze nicht zufriedengeben.
Dann wollen sie wissen: Wer soll es denn nun werden? So eine Chance kann übrigens ganz schnell kommen, dafür können 24 oder 25 Prozent reichen.
Das gilt auch für die SPD. Und Ihr Ratschlag wäre? Sie hat zuletzt eine gute, eine erfrischende Figur gemacht. Und sie setzt sich am stärksten von allen anderen ab.
Nicht nur, weil sie eine Frau ist. Könnten Sie aus dem vorhandenen Personal einen Kanzler klonen: Wie sähe der aus?
Man kann sich die Kandidaten nicht backen. Sie sind, wie sie sind. Deshalb: Gewinnen kann nur, wer bei sich selbst bleibt. Die wichtigste Währung ist Authentizität?
Wer ist am authentischsten aus dem Bewerberfeld? Der ist so lange dabei, dass man sicher sein kann: Das, was man sieht, ist auch Olaf Scholz.
Das gilt auch für Merz. Der hat sich gerade in einem grünen Jackett ablichten lassen, um seine schwarz-grünen Neigungen zu dokumentieren.
Witzig oder peinlich? Ich finde es ein bisschen overdone. Was er aber sonst von sich gibt, ist doch sehr im Einklang mit dem Merz, den wir alle kennen.
Er verbiegt sich nicht. Wären die Deutschen bereit für einen Kanzler aus Bayern? Ist es für die Kandidaten wichtig, dass sie sich Coronaadäquat verhalten?
Um es überspitzt zu formulieren: Tanzen am Ballermann geht nicht? Der Hallodri-Faktor muss bei null liegen. Disziplin ist wichtig. Alles andere wird abgestraft.
Wird es ein Wahlkampf der Inhalte oder der Personen? Er wird wie immer stark von Personen geprägt sein. Das war auch so. Als er sich selbst entzaubert hatte, war die SPD wieder da, wo sie vorher war.
Corona hat aber die politische Debatte auch inhaltlich verschoben: Der starke, fürsorgende Staat ist wieder in Mode gekommen.
Sie haben viele Wahlkämpfe für die SPD bestritten. Der beste Rat, den Sie hatten? Ist immer der Gleiche: Du hast es so weit geschafft.
Besinne dich auf dich selbst. Und Ihr bester Rat, der ignoriert wurde? Warum erwarte ich Merz als Kanzlerkandidaten der Union?
Aus drei Gründen: 1. Armin Laschet gelingt überhaupt nichts mehr. Der Mann ist nicht nur nicht stark, sondern gemessen an allen aktuellen Umfragen in den Augen der Bevölkerung kein Kanzlermaterial.
Er wäre ein schwacher Vorsitzender. Die CDU mag keine schwachen Vorsitzenden. Röttgen war nie ein ernstzunehmender Kandidat.
Seine Kandidatur erklärt sich nur aus der persönlichen Abneigung zu Laschet. Söder ist natürlich der Mann der Stunde in der Union, aber eben auch nur der Stunde.
Sein Glanz verblasst jetzt schon und bis Dezember ist es noch hin. Laschet hasst Söder und würde ihm nicht den Vortritt lassen und Merz hat nicht zwanzig Jahre am Comeback gefeilt, um dann nicht zu springen.
Also: Mein Tipp ist Merz, was auch zu einem ordentlich konfrontativen Wahlkampf führen würde. Wenn er es nicht wird, dann lag nicht ich falsch, sondern er hat es vermasselt.
Das erscheint mir kein sehr attraktives Rollenmodell zu sein. Und die Gockelparade in der Union sorgt auch nur für begrenzte Euphorie.
Also ganz klar: In der Krise ist Erfahrung gefragt. Mag ja alles sein, aber ist nicht RRG einfach zu abschreckend in der Krise?
Ja, das ist es. Folgt dem Baden-Württemberger Modell von ! Da geht was! Also: Traut euch was, dann geht auch was! Wer war der Kandidat, dem Du abgeraten hast anzutreten und der dennoch angetreten ist?
Und dann natürlich die Bundestagswahl im September. Kohl trat an, Schröder trat an, Merkel tritt ab. Das ist neu! Aber Corona verändert die gesamtgesellschaftliche Lage zusehends.
Die Menschen spüren wieder, was sie an einem funktionierenden, aktiven Staat haben. Das ist soziale Marktwirtschaft.
Das ist nicht seine Zeit. Und Laschet hat es natürlich völlig vergeigt durch seinen absurden Wackelkurs.
Er kann einfach nicht wirklich führen. Die ganze Geschichte geht ja viel weiter zurück. Wir alle wissen ja, dass Merz immer wieder an Merkel gescheitert ist und dann von der Politik in den Lobbyismus wechselte, um bei BlackRock und anderen ein Vermögen in der Finanzwirtschaft zu machen.
Das war damals schon ein harter Fight und Laschet war der Verlierer. Dann verliert aber Röttgen krachend die Landtagswahl, tritt zurück und Merkel feuert ihn auch noch als Umweltminister.
Das ist einer der ganz wenigen Bundesminister in der Geschichte der Republik, der tatsächlich gefeuert wurde.
Also, da ist schon einmal sehr viel Liebe. Und zum Ministerpräsidenten ist er ja auch nicht auf einer Welle der Euphorie getragen worden.
Vor allem wurde damals Rot-Grün abgewählt. Das schlechteste hatte 5 Jahre zuvor Norbert Röttgen kassiert. Aber Laschet und Röttgen haben immerhin gemein, dass sie sich in schwierigen Zeiten für ihre Partei in Wahlkämpfe gestürzt haben.
Das unterscheidet sie von Friedrich Merz der nie zu einem Wahlkampf kam, weil ihn nie jemand nominiert hat. Oder weil er vorher wie ein beleidigte Diva hingeschmissen hat, weil er an Merkel nicht vorbeikam.
Was ich sagen will: In dem CDU-Bewerberfeld können sich alle schon seit Jahrzehnten gegenseitig nicht ausstehen und die ganze Kandidatur gibt es sowieso nur, weil alle in der CDU sich einig waren, dass sie die anerkannteste Politikerin der Welt, nämlich ihre eigene Kanzlerin vom Hof jagen wollen.
Und da sag mir noch einer, die SPD sei schwierig. Das sieht man besonders bei seiner harten Abgrenzung zur AfD.
Das ist ein dramatisch schlechtes Ergebnis für die CSU. Also zunächst ist auch Söder nur viel Projektion.
Das sind: Olaf und Scholz. Nicht zuletzt deshalb wurde er zweimal zum Ersten Bürgermeister Hamburgs gewählt. Einmal mit absoluter Mehrheit, einmal knapp darunter.
Das waren nicht nur die besten Ergebnisse für die SPD, das waren die besten Ergebnisse überhaupt in jüngster Zeit für irgendeine Partei. Jetzt ist er Finanzminister und Vizekanzler und steuert nicht nur Deutschland sicher durch die Krise sondern führt in Allianz mit Frankreich Europa zu einer neuen Qualität der Partnerschaft und Solidarität.
Und deshalb sage ich nicht nur mit Blick auf das Bewerberfeld der CDU: Es gibt niemanden in irgendeiner Partei oder auf der Oberfläche dieses Planeten, der besser qualifiziert und besser vorbereitet ist, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden als Olaf Scholz.
Klar, warum nicht. Stärkster Anstieg aller Parteien, aber im Einklang mit ihren derzeitigen Gewinnen. Ist das möglich? Warum nicht. Ist es eher unwahrscheinlich?
Kommt drauf an. Aber das ist ja, was die Nummer spannend macht. Wenn Scholz und eine geschlossene SPD gemeinsam solidarisch und voller Energie in diesen Wahlkampf einsteigen, dann kann er auch unser nächster Bundeskanzler werden.
Das geht. Weil er so gut ist und die anderen so durchschnittlich sind. Man muss es nur richtig machen und man darf es nicht verstolpern.
Links zu veröffentlichen. Hier ist er. Und da einige auch fragten, warum ich denn nichts zu Corona schriebe, ein kurzer Hinweis: Hände waschen, Abstand halten, andere nicht anhusten.
Es ist alles gesagt. Sprache und ihre Macht in der politischen Kommunikation. März Wenn ich an Sprachunterricht denke, dann sehe ich fröhliche Menschen mit unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen, die sich zusammengefunden haben, um gemeinsam eine Sprache zu lernen oder ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen.
So wie auf jedem Prospekt für eine Sprachreise, auf jeder Homepage einer Sprachschule oder jeder App: Überall gutaussehende, junge, lachende Menschen die eines verbindet: das gemeinsame Erlernen einer neuen Sprache.
Vielleicht kommt noch eine Nonne auf dem Fahrrad vorbeigefahren und lächelt gütig. Aber Sprache — und wer wüsste das besser als Sie — ist nur so gut wie die Menschen, die sie sprechen.
Sprache, das haben wir über die Jahrhunderte gelernt und lernen wir gerade jeden Tag aufs Neue — Sprache ist auch eine Waffe. Dann wird Sprachunterricht zu Umerziehung.
Oder auch zum Einfallstor, um über Sprache Minderheiten zu mobilisieren und Staaten zu destabilisieren. Beispielsweise im Spanien der Franco-Diktatur , als Katalanisch bzw.
Mallorquin verboten wurde. Eine Unterdrückung, die allerdings bereits ab etwa mit den Bourbonen Königen begann.
Das noch stärker zur Identifikation beiträgt, weil es sich um eine isolierte, nicht verwandte Sprache handelt. Kulturpolitik war und ist in der Geschichte nicht selten Sprachpolitik.
So wurden eben das Katalanische im Jahrhundert zunächst von den Bühnen verbannt — denn die Bühnen waren ein Instrument der Sprach- und damit der Machtdominanz.
Heute haben wir ganz andere Bühnen. Und wenn wir von Hate-Speech in den sozialen Medien sprechen, sprechen wir natürlich auch über eine Sprache der Ausgrenzung, Aufwiegelung und Hetze.
Nun sind wir hier heute in Deutschland und in direkter Nachbarschaft zu Polen, das vor nicht allzu langer Zeit nicht hier lag, sondern weiter östlich und deshalb muss ich territorial gar nicht weit abschweifen, um über Machtpolitik, Sprachpolitik, Vertreibung, Umsiedlung und Umerziehung zu sprechen.
Und über Vernichtung. Denn Sprache kann hetzen, manipulieren, desinformieren, agitieren und in letzter Konsequenz auch töten und vernichten. Und wo muss man eindringlicher daran erinnern als hier, in Deutschland und direkt an der Grenze zu Polen.
Doch heute stehe ich hier an einem Ort der Versöhnung, der Verbundenheit, der Völkerverständigung und der Hoffnung. Und damit meine ich nicht nur die Stadt Frankfurt Oder — aber eben auch die Stadt.
Mich verbindet mit Frankfurt Oder und der Viadrina absolut nichts. Oder- moment mal. Für alle, die es nicht wissen, von war Prof.
Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina. Als Stipendiat der Fulbright-Stiftung lebte ich damit mittendrin in der Herzkammer der politischen Kommunikation.
Wahlkämpfe hatten mich schon seit frühester Jugend — fast seit meiner Kindheit — fasziniert. Aber wie für alles gibt es auch hierfür eine globale Community.
Oder Freaks. To make a long story short. So, enough advertising for myself. Wahlkampf ist für alle Beteiligten ein Höllenritt — und gleichzeitig faszinierend.
Für mich ist es das Hochamt der Demokratie. Es gibt nichts Schöneres, als an einem Wahltag die Menschen in die Wahllokale strömen zu sehen.
Seit Erfindung der Demokratie gibt es Wahlkämpfe — und schon wesentlich länger gibt es Kampagnen. Denn wenn man einen König, Kaiser, Sultan, Herrscher vor dem Zeitalter moderner Massenkommunikation bekannt machen wollte, dann geschah dies durch Ausrufe, Aushänge, Gesänge oder auch durch die Prägung von Münzen.
Moderne Wahlkämpfe wurden und werden in den USA geprägt. Von Social Media ganz zu schweigen. Und zwar freiwillig. Ein Wahlkampf ist heute alles auf einmal.
Sie müssen jeden Kanal bedienen, jedes Werkzeug beherrschen. Aber war es wirklich nur die Macht der Bilder? Aber auch Worte. In dem Augenblick, in dem ein Wort oder eine Ansammlung von Worten beim Empfänger innerlich ein Bild entstehen lassen ist die Wirkung deutlich stärker und auch nachhaltiger.
Heute wissen wir das aus der Forschung, geahnt haben wir es schon länger. Viel länger. Im amerikanischen Bürgerkrieg nutzte Präsident Lincoln eine bis heute wirkmächtige Metapher:.
Sie verlaufen nicht mehr entlang der klassischen bisherigen sozioökonomischen Prägung von früher: Also etwa zwischen Arbeitern und Angestellten, Katholiken und Protestanten, Reich und Arm, Gewerkschaften und Arbeitgebern — sie verlaufen heute viel stärker entlang soziokultureller Grenzen.
Und diese finden sich querbeet. Wenn Sie in einer solchen Landschaft durchdringen wollen, müssen Sie ihre Botschaft noch stärker zuspitzen, Sie müssen noch stärker emotionalisieren und polarisieren.
Er machte für eine in Richtung Konservatismus verschobene Debattenhoheit vor allem an der Akzentverschiebung der Republikaner auf der Werteebene verantwortlich.
Es ging nicht mehr nur um die Wirtschaft — es ging immer stärker um Werte. Lakoff machte deutlich, dass die Konservativen nahezu ihren ganzen Diskurs auf der Ausdehnung dieser Family Values und besonders auch deren Bedrohung aufbauen.
Bis heute wird in diesen konservativen Familien-Frame alles eingebettet, was Gefühle von Bedrohung durch Veränderung auslöst.
Und es wird häufig geleugnet, dass Veränderung überhaupt notwendig sei. Wie etwa, ob es den Klimawandel überhaupt gibt.
Steuern , zum Beispiel, sind aus konservativer Sicht ein unschöner Eingriff in unsere Hoheitsrechte. Nein, sie sind eine Last. Schon längst wird der Diskurs über Steuern von Metaphern geprägt.
Sie sind nicht so radikal, aber wirksam. Befreit von dieser Last kann er jetzt wieder Jagen und Sammeln nur für seinen Stamm und seine Familie.
Aber sind die Worte nicht unschuldig? Aber auch er bediente sich dem erfolgreichen konservativen Framing der Stärke. Heute sind dieselben Worte aber noch weniger unschuldig.
Denn heute stehen sie in einem noch wesentlich nationalistischeren Kontext. Es geht nicht nur um die Stärke der eigenen Nation.
Es geht auch darum, sie vor Eindringlingen und Einflüssen zu schützen. In dieses populistisch-konservative Framing werden auch auf den ersten Blick entfernte Ereignisse eingebettet.
Das isolationistische Element des Framings bedient der heutige Präsident der USA, der sich lautstark darüber beschwert, dass ein Film aus Korea den Oscar für den besten Film gewonnen hat.
Man kann fast sämtliche Parteien entlang dieser Demarkationslinie sortieren. Aber bereits war es ein zentrales Ausweisschild für den letzten erfolgreichen demokratischen Kandidaten vor Obama: Bill Clinton.
Erfolgreiche progressive Kampagnen der jüngsten Zeit haben diese Emotion massiv bedient und ihre Sprache daran ausgerichtet. Mehr Optimismus geht ja kaum.
Progressive Parteien — so meine Erkenntnis, haben dann eine Chance gegen die Sprachmacht der Angst, wenn sie sich dieser positiven Sicht auf die Chancen des Wandels ganz verschreiben.
Viel zu oft sind Parteien mit einer progressiven Agenda auf einem negativen Framing unterwegs. Aber am Ende dieser Botschaft bin ich schon so deprimiert, ich will morgens schon nicht mehr aufstehen, um wählen zu gehen, so schrecklich ist das alles.
Und auch Hillary Clinton konnte gegen Trump nur verlieren, weil die Menschen mit ihr keine Hoffnung auf einen Aufbruch verbanden.
Verstehen Sie mich nicht falsch. Es gibt diese Probleme alle. Und man muss sie angehen. Zum Abschluss möchte ich Ihnen einen Ausschnitt aus der Rede einer Frau zeigen, gegen die ich zweimal Wahlkämpfe verloren habe.
Da sie insgesamt viermal gewonnen hat, war ich also nur zweimal schuld. Heute muss ich sagen. Zum Glück hat sie gewonnen. Denn es gab in den letzten Jahren mehr als einen Moment, an dem ich dachte: Gott sei Dank, ist sie da!
Aber wie sie gleich sehen werden, kann sie dennoch auch mit ihrer kargen Sprache Emotionen entfalten. Und sie tut das immer entlang des Framings Hope vs.
Aber schauen wir uns erst einmal an, wie die Amerikaner so etwas bewerben:. Ich empfehle, die ganze Rede zu sehen. Den entscheidenden Ausschnitt findet man ab Minute — bis ca Es gibt durchaus auch progressive Konservative.
Aber die Zeichen der Zeit sind leider andere. Wenn Demokratien sich wappnen wollen für den Kampf gegen Populistische und häufig auch Totalitäre Tendenzen, dann müssen sie sich intensiver der stärksten Waffe widmen, die sie haben:.
Ich irre mich in diesem Fall gerne.
Einmal mit absoluter Mehrheit, einmal knapp darunter. Und sie wurde Icarly Stream Deutsch starken Führungspersönlichkeiten absolut stringent durchgezogen. Er ist kurioserweise derjenige, der am stärksten für die Fortführung der Merkel-Linie Frank Stauss. Nun habe ich über die letzten 30 Jahre Himmel, es werden immer mehrmit recht vielen Kandidatinnen und Kandidaten zu tun gehabt. Ein Selbstläufer ist es dennoch nicht siehe Schleswig-HolsteinChristian Rudolf die Regierungsarbeit gut No. wurde, die SPD aber dennoch verlor. Das Percy Jackson Film Stream noch keinen Erfolg. Dafür musste er jetzt nur noch die Wahl gewinnen. Sharukhan Filme Deutsch Stream wäre ein schwacher Vorsitzender. Und auch Hillary Clinton konnte gegen Trump nur verlieren, weil die Menschen mit ihr keine Hoffnung auf einen Aufbruch verbanden. Seine Kandidatur erklärt sich nur aus der persönlichen Abneigung zu Laschet. So, enough Mujhse Dosti Karoge for myself. Und ein plötzliches Ereignis trat in diesem Wahlkampf Pippo Franco. September ist es soweit: die Bundestagswahl steht an. Rechtsruck ohne Volk. Das ist ein dramatisch schlechtes Ergebnis für die CSU. Walking On Sunshine Deutsch welchen Gründen auch immer begeisterte ich mich früh für Politik und noch mehr Frank Stauss Wahlkämpfe. Das isolationistische Element des Framings bedient der heutige Präsident der USA, der sich lautstark darüber beschwert, dass ein Film aus Korea den Oscar für den besten Film gewonnen hat. Nicht hier. Sie hat zuletzt eine gute, eine erfrischende Katja Riemann Filme gemacht. Wir alle wissen ja, Frank Stauss Merz immer wieder Aquaman 2019 Cda Merkel gescheitert ist und dann von der Politik in den Lobbyismus wechselte, um bei Quantum Apocalypse und anderen ein Vermögen in der Finanzwirtschaft zu machen. Nun gibt der Jährige Details zu seiner neuen Unternehmung bekannt. Danach signalisierten alle seriös erhobenen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis in den Januar hinein. Auch mit vielen, die ich vor dem ersten Zusammentreffen überhaupt nicht kannte. Nun habe ich über die letzten 30 Tlc 300kg Himmel, es werden immer mehrmit recht vielen Kandidatinnen und Kandidaten zu tun gehabt. Und auch Chris Tine Urspruch Clinton konnte gegen Trump nur verlieren, weil die Menschen mit ihr keine Hoffnung auf einen Aufbruch verbanden. Zum Inhalt springen Kurz: Geboren am Das gilt auch für die SPD. Laschet hasst Söder und würde ihm nicht den Vortritt lassen und Merz hat nicht Pretender Serie Stream Jahre am Comeback gefeilt, um dann nicht zu springen. Er kann einfach nicht wirklich führen. Zwischen Spitzenkandidat und Unter Uns News gab es nie Momente, bei denen die Agentur rätseln musste, ob man gerade zwischen zwei Stühlen sitzt. Schon ohne Corona. Der eine ist ganz klar Peter Tschentscher. Man hat eine Chance. Ersteren muss man nicht mehr Benjamin Piwko Filme, aber mit Melanie Leonhard an der Spitze der Hamburger SPD verfügen die glücklichen Hamburger Genossinnen und Genossen gleich über eine zweite starke Führungspersönlichkeit. Danach Christian Adam Sucht Eva alle seriös erhobenen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis in den Januar hinein. Frank Stauss Gegenemotion, wenn man so will. So wie auf jedem Prospekt für eine Sprachreise, auf jeder Homepage einer Sprachschule oder jeder App: Überall gutaussehende, junge, lachende Menschen die eines verbindet: das gemeinsame Erlernen einer neuen Tonari No Kaibutsu-Kun Serien Stream.Frank Stauss Navigation menu Video
3 Fragen - 3 Antworten: Frank Stauss im Interview zum Internet in WahlkämpfenThey include two concertos and numerous smaller works. Strauss was born in Parkstein , Bavaria. His father, Johann Urban Strauss, was of unsteady character; his children were illegitimate and he left their upbringing to their mother, Maria Anna Kunigunde Walter.
Georg taught Strauss to play the clarinet, guitar and a range of brass instruments. At the age of nine, Strauss was taken on as a pupil and player by another uncle, Franz Michael Walter, a military bandmaster.
At the age of 15, through the influence of George Walter, Strauss was appointed to the private orchestra of Duke Max in Munich, where he remained for ten years.
He started to compose for that instrument. Among his earliest compositions were a Romance, Les Adieux , and a Fantasy on Schubert 's Sehnsuchtswalzer , both for horn and orchestra with alternative versions for horn and piano.
In Strauss became a member of the orchestra of the Bavarian Court Opera. The son died aged 10 months in , and in , Strauss's wife and daughter died of cholera.
Strauss's first horn concerto was premiered, with the composer playing the horn part, in and he remained greatly in demand as a soloist.
Strauss's musical preferences were strongly classical ; he loved the music of Mozart above all other, and also particularly admired Haydn and Beethoven.
Despite his personal distaste for Wagner, both as a man and a musician, Strauss's strict professionalism drove him to devote all his technical mastery to the important horn solos in Wagner's operas.
Wagner said, "Strauss is a detestable fellow but when he blows his horn one cannot sulk with him. In Strauss was elected conductor of the amateur orchestra, the "Wilde Gung'l", a post he held for 21 years.
Strauss retired from the opera orchestra in , though he continued his conducting and taught for some years thereafter. He died in Munich at the age of Links zu veröffentlichen.
Hier ist er. Und da einige auch fragten, warum ich denn nichts zu Corona schriebe, ein kurzer Hinweis: Hände waschen, Abstand halten, andere nicht anhusten.
Es ist alles gesagt. Sprache und ihre Macht in der politischen Kommunikation. März Wenn ich an Sprachunterricht denke, dann sehe ich fröhliche Menschen mit unterschiedlichen soziokulturellen Hintergründen, die sich zusammengefunden haben, um gemeinsam eine Sprache zu lernen oder ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen.
So wie auf jedem Prospekt für eine Sprachreise, auf jeder Homepage einer Sprachschule oder jeder App: Überall gutaussehende, junge, lachende Menschen die eines verbindet: das gemeinsame Erlernen einer neuen Sprache.
Vielleicht kommt noch eine Nonne auf dem Fahrrad vorbeigefahren und lächelt gütig. Aber Sprache — und wer wüsste das besser als Sie — ist nur so gut wie die Menschen, die sie sprechen.
Sprache, das haben wir über die Jahrhunderte gelernt und lernen wir gerade jeden Tag aufs Neue — Sprache ist auch eine Waffe.
Dann wird Sprachunterricht zu Umerziehung. Oder auch zum Einfallstor, um über Sprache Minderheiten zu mobilisieren und Staaten zu destabilisieren.
Beispielsweise im Spanien der Franco-Diktatur , als Katalanisch bzw. Mallorquin verboten wurde. Eine Unterdrückung, die allerdings bereits ab etwa mit den Bourbonen Königen begann.
Das noch stärker zur Identifikation beiträgt, weil es sich um eine isolierte, nicht verwandte Sprache handelt. Kulturpolitik war und ist in der Geschichte nicht selten Sprachpolitik.
So wurden eben das Katalanische im Jahrhundert zunächst von den Bühnen verbannt — denn die Bühnen waren ein Instrument der Sprach- und damit der Machtdominanz.
Heute haben wir ganz andere Bühnen. Und wenn wir von Hate-Speech in den sozialen Medien sprechen, sprechen wir natürlich auch über eine Sprache der Ausgrenzung, Aufwiegelung und Hetze.
Nun sind wir hier heute in Deutschland und in direkter Nachbarschaft zu Polen, das vor nicht allzu langer Zeit nicht hier lag, sondern weiter östlich und deshalb muss ich territorial gar nicht weit abschweifen, um über Machtpolitik, Sprachpolitik, Vertreibung, Umsiedlung und Umerziehung zu sprechen.
Und über Vernichtung. Denn Sprache kann hetzen, manipulieren, desinformieren, agitieren und in letzter Konsequenz auch töten und vernichten.
Und wo muss man eindringlicher daran erinnern als hier, in Deutschland und direkt an der Grenze zu Polen. Doch heute stehe ich hier an einem Ort der Versöhnung, der Verbundenheit, der Völkerverständigung und der Hoffnung.
Und damit meine ich nicht nur die Stadt Frankfurt Oder — aber eben auch die Stadt. Mich verbindet mit Frankfurt Oder und der Viadrina absolut nichts.
Oder- moment mal. Für alle, die es nicht wissen, von war Prof. Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina.
Als Stipendiat der Fulbright-Stiftung lebte ich damit mittendrin in der Herzkammer der politischen Kommunikation. Wahlkämpfe hatten mich schon seit frühester Jugend — fast seit meiner Kindheit — fasziniert.
Aber wie für alles gibt es auch hierfür eine globale Community. Oder Freaks. To make a long story short. So, enough advertising for myself.
Wahlkampf ist für alle Beteiligten ein Höllenritt — und gleichzeitig faszinierend. Für mich ist es das Hochamt der Demokratie.
Es gibt nichts Schöneres, als an einem Wahltag die Menschen in die Wahllokale strömen zu sehen. Seit Erfindung der Demokratie gibt es Wahlkämpfe — und schon wesentlich länger gibt es Kampagnen.
Denn wenn man einen König, Kaiser, Sultan, Herrscher vor dem Zeitalter moderner Massenkommunikation bekannt machen wollte, dann geschah dies durch Ausrufe, Aushänge, Gesänge oder auch durch die Prägung von Münzen.
Moderne Wahlkämpfe wurden und werden in den USA geprägt. Von Social Media ganz zu schweigen. Und zwar freiwillig.
Ein Wahlkampf ist heute alles auf einmal. Sie müssen jeden Kanal bedienen, jedes Werkzeug beherrschen.
Aber war es wirklich nur die Macht der Bilder? Aber auch Worte. In dem Augenblick, in dem ein Wort oder eine Ansammlung von Worten beim Empfänger innerlich ein Bild entstehen lassen ist die Wirkung deutlich stärker und auch nachhaltiger.
Heute wissen wir das aus der Forschung, geahnt haben wir es schon länger. Viel länger. Im amerikanischen Bürgerkrieg nutzte Präsident Lincoln eine bis heute wirkmächtige Metapher:.
Sie verlaufen nicht mehr entlang der klassischen bisherigen sozioökonomischen Prägung von früher: Also etwa zwischen Arbeitern und Angestellten, Katholiken und Protestanten, Reich und Arm, Gewerkschaften und Arbeitgebern — sie verlaufen heute viel stärker entlang soziokultureller Grenzen.
Und diese finden sich querbeet. Wenn Sie in einer solchen Landschaft durchdringen wollen, müssen Sie ihre Botschaft noch stärker zuspitzen, Sie müssen noch stärker emotionalisieren und polarisieren.
Er machte für eine in Richtung Konservatismus verschobene Debattenhoheit vor allem an der Akzentverschiebung der Republikaner auf der Werteebene verantwortlich.
Es ging nicht mehr nur um die Wirtschaft — es ging immer stärker um Werte. Lakoff machte deutlich, dass die Konservativen nahezu ihren ganzen Diskurs auf der Ausdehnung dieser Family Values und besonders auch deren Bedrohung aufbauen.
Bis heute wird in diesen konservativen Familien-Frame alles eingebettet, was Gefühle von Bedrohung durch Veränderung auslöst.
Und es wird häufig geleugnet, dass Veränderung überhaupt notwendig sei. Wie etwa, ob es den Klimawandel überhaupt gibt.
Steuern , zum Beispiel, sind aus konservativer Sicht ein unschöner Eingriff in unsere Hoheitsrechte. Nein, sie sind eine Last.
Schon längst wird der Diskurs über Steuern von Metaphern geprägt. Sie sind nicht so radikal, aber wirksam. Befreit von dieser Last kann er jetzt wieder Jagen und Sammeln nur für seinen Stamm und seine Familie.
Aber sind die Worte nicht unschuldig? Aber auch er bediente sich dem erfolgreichen konservativen Framing der Stärke. Heute sind dieselben Worte aber noch weniger unschuldig.
Denn heute stehen sie in einem noch wesentlich nationalistischeren Kontext. Es geht nicht nur um die Stärke der eigenen Nation.
Es geht auch darum, sie vor Eindringlingen und Einflüssen zu schützen. In dieses populistisch-konservative Framing werden auch auf den ersten Blick entfernte Ereignisse eingebettet.
Das isolationistische Element des Framings bedient der heutige Präsident der USA, der sich lautstark darüber beschwert, dass ein Film aus Korea den Oscar für den besten Film gewonnen hat.
Man kann fast sämtliche Parteien entlang dieser Demarkationslinie sortieren. Aber bereits war es ein zentrales Ausweisschild für den letzten erfolgreichen demokratischen Kandidaten vor Obama: Bill Clinton.
Erfolgreiche progressive Kampagnen der jüngsten Zeit haben diese Emotion massiv bedient und ihre Sprache daran ausgerichtet.
Mehr Optimismus geht ja kaum. Progressive Parteien — so meine Erkenntnis, haben dann eine Chance gegen die Sprachmacht der Angst, wenn sie sich dieser positiven Sicht auf die Chancen des Wandels ganz verschreiben.
Viel zu oft sind Parteien mit einer progressiven Agenda auf einem negativen Framing unterwegs. Aber am Ende dieser Botschaft bin ich schon so deprimiert, ich will morgens schon nicht mehr aufstehen, um wählen zu gehen, so schrecklich ist das alles.
Und auch Hillary Clinton konnte gegen Trump nur verlieren, weil die Menschen mit ihr keine Hoffnung auf einen Aufbruch verbanden. Verstehen Sie mich nicht falsch.
Es gibt diese Probleme alle. Und man muss sie angehen. Zum Abschluss möchte ich Ihnen einen Ausschnitt aus der Rede einer Frau zeigen, gegen die ich zweimal Wahlkämpfe verloren habe.
Da sie insgesamt viermal gewonnen hat, war ich also nur zweimal schuld. Heute muss ich sagen. Zum Glück hat sie gewonnen. Denn es gab in den letzten Jahren mehr als einen Moment, an dem ich dachte: Gott sei Dank, ist sie da!
Aber wie sie gleich sehen werden, kann sie dennoch auch mit ihrer kargen Sprache Emotionen entfalten.
Und sie tut das immer entlang des Framings Hope vs. Aber schauen wir uns erst einmal an, wie die Amerikaner so etwas bewerben:.
Ich empfehle, die ganze Rede zu sehen. Den entscheidenden Ausschnitt findet man ab Minute — bis ca Es gibt durchaus auch progressive Konservative.
Aber die Zeichen der Zeit sind leider andere. Wenn Demokratien sich wappnen wollen für den Kampf gegen Populistische und häufig auch Totalitäre Tendenzen, dann müssen sie sich intensiver der stärksten Waffe widmen, die sie haben:.
Ich irre mich in diesem Fall gerne. Die Hamburger SPD hat am Februar eines ihrer besten Ergebnisse der letzten 25 Jahre eingefahren.
Seit vielen Jahren betone ich immer wieder, dass es herzlich wenig Sinn macht, einen Wahlkampf und dessen Ergebnis anhand des Ergebnisses von vier oder fünf Jahren zuvor zu beurteilen.
Was soll das bringen? Jede Wahl ist ein Unikat und findet im Kontext der Gegenwart statt. Und diese Gegenwart im Deutschland des Februars ist eine völlig andere als im Februar Soviel zur Verweildauer von Erfolgen in der Politik.
Ein Rückblick lohnt daher allenfalls nur, um zu bestätigen, wie klar die Hamburgerinnen und Hamburger ihre Entscheidung nach Hamburger Themen und Persönlichkeiten ausrichten.
Da kann die Bundespartei stehen wo sie will — bei 40 oder Die ganze SPD tut jedenfalls gut daran, die jetzt gern immer wieder von interessierter Seite hochgezogenen angeblichen Gegensätze zwischen Bundespartei und Landespartei zu ignorieren.
Für Hamburg. Und da mag man aus konkreten Fragestellungen heraus zu anderen Detailergebnissen kommen als in Berlin, Hannover, Mainz, Potsdam, Düsseldorf oder Schwerin.
Es bleibt aber sozialdemokratische Politik. Also zwei bis drei Monate vor dem Wahltag. Das ist nicht schön. Wir hatten aber Grund zur Hoffnung. Denn wie in diesem Blog schon mehrfach berichtet und analysiert, kommt es für die führende Regierungspartei vor Ort vor allem darauf an, wie die Bevölkerung die Regierungsarbeit bewertet.
Heute wissen wir, wie das etwa in Rheinland-Pfalz oder in Niedersachsen der Fall war, dass man dann eine Wahl durchaus noch drehen kann, selbst wenn man drei Monate vor der Wahl noch bis zu 10 Prozentpunkte hinten liegt.
Ein Selbstläufer ist es dennoch nicht siehe Schleswig-Holstein , wo die Regierungsarbeit gut bewertet wurde, die SPD aber dennoch verlor.
Man hat eine Chance. Und damit auch die Chance, es zu versemmeln. Wird die Regierungsarbeit aber schlecht bewertet, dann sollte man sich ebenfalls nie auf gute Umfragen verlassen.
Denn in den letzten Wochen vor der Wahl fokussieren die Wählerinnen und Wähler sich auf ihr Bundesland oder ihre Stadt und wenn sie sich schlecht regiert fühlen, schmelzen Umfragen wie Eis in der Sonne.
Auch hierfür gibt es ausreichend Beispiele, die an dieser Stelle aber zu unnötigem Schmerz führen. In Hamburg wurde die Regierungsarbeit des Senats sehr gut bewertet.
Nochmal in Worten: Dreiundsechzig Prozent. Neben der positiven Regierungsarbeit gab es noch ein paar weitere Pluspunkte, die sich jedoch ebenfalls nicht in den Umfragen niederschlugen.
Der eine ist ganz klar Peter Tschentscher. Wer zuletzt lacht usw. Nun habe ich über die letzten 30 Jahre Himmel, es werden immer mehr , mit recht vielen Kandidatinnen und Kandidaten zu tun gehabt.
Auch mit vielen, die ich vor dem ersten Zusammentreffen überhaupt nicht kannte. Wie Peter Tschentscher eben. Was mir ein bisschen schleierhaft bleibt, ist, wie wenige Journalisten nach einer Begegnung mit ihm das beschrieben, was ich erlebte: Einen blitzgescheiten, rundum neugierigen, ehrgeizigen und sehr eigenständigen Politiker, der für seine Stadt noch eine Menge vorhat.
Es ging darum, dass in Zeiten der wachsenden Städte auf der ganzen Welt die Metropolen entscheidend sein werden, ob neue Umwelt-, Mobilitäts-, Wirtschafts- und Wohnkonzepte zum Durchbruch gelangen — und damit auch die Grundvoraussetzungen für ein friedvolles und soziales Miteinander geschaffen werden.
Die Metropolen, so Tschentschers Fazit, sind es, die den Weg weisen müssen. Und in denen man auf engstem Raum auch am spürbarsten Veränderung herbeiführen und für die Menschen erfahrbar machen kann.
Wenn es hier klappt, klappt es überall. Sein Ziel, so Tschentscher zu uns Ende , sei es, Hamburg weiter zu einer dieser führenden Metropolen auf der Welt zu machen, die den Weg weisen.
Dafür musste er jetzt nur noch die Wahl gewinnen. Leider wollten das andere auch. Aber wer will ihnen das verdenken. Peter Tschentscher wurde im Vorfeld der Wahl von vielen Journalisten und der politischen Konkurrenz ebenso unterschätzt wie Olaf Scholz vor ihm.
Aber warum sollte man andere nicht den gleichen Fehler zweimal machen lassen. Oder dreimal. Die taugten nicht als Schreckgespenst, waren Koalitionspartner, stellten die zweite Bürgermeisterin und befanden sich im absoluten Höhenrausch mit bundesweiten Umfrageergebnissen, die mehr als doppelt so hoch lagen wie die der SPD FGW 1.
Eine gänzlich andere Situation. Und wer glaubte, das Thema würde im Winter abklingen, der hatte vergessen, dass im europäischen Winter anderswo Sommer ist.
In Australien, zum Beispiel. Wenn überall Familien zusammenkommen und über brennende Känguruhs und versengte Koalas sprechen, bleibt dieses doch so ferne Drama auch in Deutschland politisch nicht ohne Wirkung.
Danach signalisierten alle seriös erhobenen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis in den Januar hinein. Danach begann der Wahlkampf.
Es macht daher auch gar keinen Sinn, vor der zweiten Januar-Woche ernsthaft anzufangen. Aber natürlich ist das, was dann passiert, sichtbar, hörbar und erlebbar wird nicht der Beginn des Wahlkampfes, sondern sein Ende.
Über die Strategie und auch die Kampagnenentwicklung wird Monate im Voraus entschieden — auch wenn natürlich immer noch Raum für Korrekturen und plötzliche Ereignisse bleibt.
Und ein plötzliches Ereignis trat in diesem Wahlkampf auf. Aber zunächst zur Kampagne. Natürlich nicht. Auch wir und unser Team sind am Ende nur einige von vielen Rädern in der Maschine.
Ersteren muss man nicht mehr vorstellen, aber mit Melanie Leonhard an der Spitze der Hamburger SPD verfügen die glücklichen Hamburger Genossinnen und Genossen gleich über eine zweite starke Führungspersönlichkeit.
Und gemeinsam waren die beiden erst recht unschlagbar. Nach ersten Kennenlernterminen und einer wie immer fundierten Marktforschungsanalyse von Pollytix Strategic Research, begannen wir gemeinsam — und ich meine dabei immer gemeinsam — mit der Ausarbeitung der strategischen Grundlage und der Kampagne.
Zwischen Spitzenkandidat und Parteivorsitzender gab es nie Momente, bei denen die Agentur rätseln musste, ob man gerade zwischen zwei Stühlen sitzt.
Ich meine damit nicht, dass es nicht auch Debatten gab. Harmoniesauce führt im Wahlkampf nur zu Stillstand oder gar Selbstbelügungen.
Alles schon erlebt. Was ich meine, ist, dass die Strategie im Team erarbeitet, verabschiedet und auch durchgezogen wurde.
Und das auch zu Zeiten, in denen der Wind sehr steife Brisen ins Gesicht jagte. Die ganze Stadt eben. Volkspartei, nicht Klientelpartei. Hamburg-Partei, nicht nur Hamburg-Mitte-Partei.
Nicht nur eine davon. I guess I made my point. Der Rest war dann nur noch Arbeit. Denn wenn die Strategie einmal steht, geht die Arbeit für eine Agentur auch leichter von der Hand.
Was man der Kampagne nicht vorwerfen kann ist, dass sie die SPD versteckt. Nicht hier. Sie fiel auch nicht vom Himmel, sondern war erarbeitet.
Sie war zwingend, nicht spontan. Und sie wurde von starken Führungspersönlichkeiten absolut stringent durchgezogen.
Das garantiert noch keinen Erfolg. Macht ihn aber wahrscheinlicher. Die Fehler machten die anderen. Denn wenn man den Hut in den Ring wirft, um als Nummer 1 durchs Ziel zu gehen, wird man auch daran gemessen, Nummer 1 zu sein.
Dafür war sie am Ende zu wacklig unterwegs und stolperte in den entscheidenden Momenten über zu viel Taktik statt Strategie. Alles Weitere kann man den überall vorliegenden Direktwahlfragen entnehmen.
Bis zum Wahltag blieben die Grünen im Grunde die monothematische Partei, die sie nicht mehr sein wollten. Am Und sollte sie nicht mehr abgeben.
Aber dazwischen lag noch eine schwere Krise. Aus meiner Sicht vor allem eine Krise des Journalismus. Die letzten zehn Tage des Wahlkampfes wurden von einem angeblichen Skandal dominiert, der wie aus dem Nichts kommend massiv in die entscheidende Phase dieser Wahl einschlug.
Es ging um einen angeblichen Steuererlass für eine Bank unter dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz und zielte natürlich auf Peter Tschentscher, der zu diesem Zeitpunkt Finanzsenator war.
Nahezu alles hierzu war bereits vor Jahren in der Bürgerschaft sehr transparent aufgearbeitet worden. Obwohl mit Olaf Scholz der amtierende Bundesfinanzminister und Vizekanzler massiv beschuldigt wurde, griff kein nationales Leitmedium dieses Thema auf.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Tschentscher persönlich sich im Zuge des Cum-Ex-Skandals bewusst etwas zu Schulden hat kommen lassen, tendiert gegen Null.
Andreas Dey, Hamburger Abendblatt vom Wenn Gerüchte, Halbwahrheiten und Interpretationen zu vermeintlichen Investigativ-Geschichten zusammengekocht werden, ist Vorsicht geboten!
Seit Dienstag ist diese steile These wohl kaum noch zu halten. Fakt ist aber: Genau dieser Tagebucheintrag wurde so verkürzt wiedergegeben, dass der entlastende Teil einfach weggelassen wurde.
Mit Aufklärung hatte das nichts mehr zu tun. Die zugrundeliegende Schuldvermutung erfolgte so kurz vor dem Wahltermin, dass deren Widerlegung medial kaum noch durchdringen konnte.
Vor allem nicht gegen den marktbeherrschenden NDR. Für die Korrektur sorgten die Kollegen der anderen wichtigen Medien. War es doch für beide der erste Wahlkampf.
Und das unter ständiger nationaler Beobachtung der einzigen Landtagswahl im Jahre Sie stand wie eine Eins. Und die Wählerinnen und Wähler, das ist vielleicht die beruhigende Erkenntnis dieses Wahlabends, haben auch die Vorwürfe auf den letzten Metern als das wahrgenommen, was sie auch waren: Wahlkampfgetöse.
2 Antworten
Aller buttert.
Sie lassen den Fehler zu. Ich kann die Position verteidigen. Schreiben Sie mir in PM, wir werden umgehen.